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Denkmäler und Sehenswürdigkeiten von Prachatice

Wände und Umgebung

Nach einer Ruhepause auf einer der Bänke im Park kann man das historische Stadtzentrum durch das Untere Tor verlassen. Direkt hinter dem Tor rechts ist noch die barocke St.-Johannes-Nepomuk-Kapelle zu besichtigen. Sie stammt wahrscheinlich aus der ersten Hälfte des 18. Jh. Sehenswert ist neben der Verzierung der Kapelle auch das ursprüngliche barocke Schmiedegitter.

Wenn man die Kreuzung unterhalb des Unteren Tores überquert, gelangt man zum sog. Skalka (Felsen). Es geht um eine mächtige Felsenformation aus Quarz. Von dort aus dürfte Jan Žižka im Jahre 1420 die Belagerung von Prachatice geleitet haben. Deshalb wird dieses Naturdenkmal manchmal als Žižkova skalka (Žižka-Felsen) bezeichnet. Einen interessanten Ursprung hat die nahe Steinpyramide mit einer Kugel und einem Kreuz an der Spitze. Es handelt sich um ein kleines Denkmal, das an den plötzlichen Tod eines Prachatitzers im Jahre 1803 erinnert.

In der Nähe des ehemaligen Oberen (auch Passauer) Tores kann man nach und nach zwei Barockkapellen sehen. Die erste wurde im Jahre 1730 gegründet und dem hl. Antonius von Padua, dessen Plastik einen Bestandteil der Verzierung des kirchlichen Denkmals darstellt, geweiht. Etwas weiter steht die zweite Kapelle aus der zweiten Hälfte des 18. Jh. Diese ist dem hl. Johannes Nepomuk geweiht.

An der Stelle, wo sich einst der sog. Festungsteich befand, der als Wasserquelle für den Burggraben diente, wurde im Jahre 1881 der Stadtpark eröffnet. Er bekam den Namen Štěpánčin-Park, zu Ehren der belgischen Prinzessin Stefanie, der Braut des Kronprinzen Rudolf. Im Park wachsen viele wertvolle Nadel- und Laubholzarten, z.B. Roteichen (Qercus rubra L.), Ginkgobäume (Ginkgo biloba L.) u. a.

Unweit von dem Park gelangt man durch die Straße Zlatá stezka zum Gebäude des Gymnasiums. Es wurde in den Jahren 1896–1897 in der Zeit der wirtschaftlichen Wiederbelebung zu Ende des 19. und Beginn des 20. Jh. erbaut. Vor dem Gebäude steht eine Plastik des Bildhauers Otto Herbert Hajek, die den Namen „Zeichen“ trägt. Der Künstler spendete sie der Stadt im Jahre 1998.

Am Ende der Straße Zlatá stezka steht eine Wallfahrtskapelle, die der Jungfrau Maria von Loreto geweiht ist. Sie wurde in den Jahren 1862–1864 an der Stelle einer älteren kleinen Kapelle erbaut. Es ist bekannt, dass sie von einem gewissen Hübler errichtet wurde, und deshalb wird auch die heutige Kapelle manchmal Hübler-Kapelle genannt. Der Bau ist ein schönes Beispiel für die Verbindung des volkstümlichen Stils mit barocker Kirchenarchitektur.

Mit der ältesten Geschichte der Stadt ist die Friedhofskirche St. Peter und Paul oberhalb der Stadt Staré Prachatice verbunden. Im Friedhof, der in der ersten Hälfte des 16. Jh. angelegt wurde, sind die Eltern des hl. Johann Neumann begraben. Die einschiffige Kirche ist romanischen Ursprungs – die Teile des Mauerwerkes stammen wahrscheinlich bereits aus dem 12. Jh. Die Kirche ist also der älteste Bau der Stadt. In der zweiten Hälfte des 13. Jh. wurde sie im frühgotischen Stil umgebaut, im 18. Jh. teilweise im Barockstil erneuert. Der Turm stammt aus dem 16. Jh. und hatte ursprünglich eine birnenförmige Kuppel. Die gegenwärtige Kuppel in Pyramidenform stammt aus dem Jahre 1891. In einer Zelle unterhalb des Turmes sind die mit Rötel angebrachten Wandkritzeleien sehenswert, sie stammen aus dem 16. und 17. Jh. und sind ein „Werk“ von Schülern der Prachatitzer Schule.